Binance Crypto Exchange weist Veruntreuungsansprüchen eines ukrainischen Staatsbürgers zurück

Die „Major Cryptocurrency Exchange Binance“ weist jüngste Veruntreuungsvorwürfe eines ukrainischen Staatsbürgers zurück, dessen Konto wegen angeblichen Betrugs eingefroren wurde.

In einem Gespräch mit Cointelegraph stellte Binance Ungenauigkeiten bei den Summen der Krypto-Guthaben fest, die nach Angaben des ukrainischen Kontoinhabers beschlagnahmt wurden.

Mit dem Austausch soll der Vorwurf der Veruntreuung von rund 251.000 Dollar an Kryptogeldern, die in keinem Zusammenhang mit dem Fall stehen, zurückgewiesen werden.

Der Dollar in der Krise

Mysteriöser Binance-Nutzer behauptet, seine Guthaben seien veruntreut worden

Am 8. April berichtete Forklog über die angebliche Geschichte eines Binance-Benutzers – identifiziert als B.K. – der behauptete, der Umtausch habe 860.000 Dollar veruntreut, nachdem er sein Konto im November 2018 zu Unrecht gesperrt hatte.

Binance reagierte schnell und behauptete, dass das Konto des B.K. eingefroren worden sei, nachdem die südkoreanische Polizei Kontakt mit der Börse aufgenommen hatte, was der Politik der Börse entsprach:

„Wir haben ein Standardverfahren, bei dem wir, sobald ein Konto von einer Strafverfolgungsbehörde markiert wird, ein Konto einfrieren und es ihnen in Übereinstimmung mit dem Gesetz übergeben und bei den Ermittlungen kooperieren, wobei wir auch darauf achten, jegliche Hinweise zu verhindern.

Binance sagte in einer Erklärung, dass B.K. der Empfänger von Geldern sei, die aus einem südkoreanischen Scheinprojekt gestohlen wurden.

Gemäss der Börse erhielten Hacker 3’995 Ether (ETH), nachdem sie sich als Binance ausgegeben hatten, um sie aus einer vermeintlichen „Kaution“ für die Kotierung auszutricksen.

B.K. antwortete und behauptete, dass nur 2.844,88 ETH mit den Anschuldigungen in Zusammenhang stünden und dass Binance 251.194 Dollar veruntreut habe, die mit dem Fall nichts zu tun hätten.

Screenshots von Binance scheinen den Behauptungen zu widersprechen

Zunächst übermittelte B.K. Forklog eine Liste von Vermögenswerten, von denen er behauptete, Binance habe sie veruntreut.

  • B.K. behauptete, B.K. habe Vermögenswerte veruntreut
  • B.K. behauptete, Vermögenswerte veruntreut zu haben. Quelle: Forklog

Binance stellte Cointelegraph jedoch einen Screenshot zur Verfügung, der angeblich die Diskrepanzen zwischen den Versionen der beiden Parteien von den Ereignissen zeigt.

Während die an Forklog übermittelten Summen mit den Zahlen von Binance für die Menge an Ethereum Classic (ETC), Dash (DASH), Monero (XMR), Zcash (ZEC), Tether (USDT) und Bitcoin Cash (BCH) übereinstimmen, weichen die Zahlen für beschlagnahmte Bitcoin (BTC), ETH, Litecoin (LTC), EOS und Iota (MIOTA) deutlich voneinander ab.
Binance gibt an, nur 0,008 BTC beschlagnahmt zu haben, während B.K. angibt, es seien etwa 4,56 BTC beschlagnahmt worden. B.K. fordert ausserdem zusätzlich 702 ETH, das Zehnfache von LTC, weitere 33’200 EOS und fast 170’000 MIOTA zusätzlich zu den von Binance vorgelegten Zahlen.

Der Austausch teilte Cointelegraph mit, dass B.K. seine eigenen Zahlen zu anderen in den Fall involvierten Konten hinzufügte.

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